Jusos treten gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus ein
Jan22

Jusos treten gegen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus ein

Koblenz/Rhein-Hunsrück. Gemeinsam mit über 30000 Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am vergangenen Samstag die Rhein-Hunsrücker Jusos am Koblenzer Hauptbahnhof zu einer friedlichen Kundgebung mit anschließendem Demonstrationszug durch die Stadt, um den Rechtspopulisten und Rechtspopulistinnen der ENF-Fraktion die Stirn zu bieten. Unter dem Motto „Koblenz bleibt bunt! Kein Platz für Rechtspopulisten“ nahmen über 100 Organisationen, Vereine und Parteigliederungen an den Protestaktionen teil. Die Rechtspopulisten aus verschiedenen Staaten und Parteien vereinigten sich bei der Konferenz und stärkten dabei ihr Vorhaben, die Europäische Union auseinander treiben zu wollen. Lukas Gorges, Sprecher der Jusos Rhein-Hunsrück stellte klar: „Unsere Antwort auf den wachsenden Nationalismus und die antieuropäische Haltung muss klar spürbar sein. Wir wollen nicht weniger, sondern mehr Europa!“  Den EU-Gegnern wurde deutlich gemacht, dass es heftigen Widerstand gegen Rassismus, Sexismus  und nationalistisches Gedankengut gibt und, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung sich zu den demokratischen Grundwerten und den Menschenrechten bekennt. Die Demonstrantinnen und Demonstranten werden auch zukünftig für die europäischen Gedanken, Völkerverständigung und Toleranz einstehen. Für die Jusos im Rhein-Hunsrück-Kreis war es ein erfolgreicher Tag, an dem besonders viele junge Menschen sich für ein Europa der Vielfalt, Demokratie und Integration einsetzten....

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Jusos engagieren sich im Kampf gegen Rechts
Dez20

Jusos engagieren sich im Kampf gegen Rechts

Rhein-Hunsrück/Remagen. Auch in diesem Jahr veranstalteten Neonazis einen Aufmarsch in Remagen, in dem sie seit 2009 an die Rheinwiesenlager gedenken wollen. Um sich den Rechtextremen und deren NS-Verherrlichung in den Weg zu stellen, nahmen die Jusos Rhein-Hunsrück an mehreren der zahlreichen Gegendemonstrationen und Kundgebungen teil. Gemeinsam mit dem „Bündnis Remagen-Nazifrei“ haben rund 500 Gegendemonstranten den Gedenkmarsch der ca. 100 Neonazis gestört. Unter dem Motto ‚Tag der Demokratie‘ feierten 700 Menschen in der Remagener Innenstadt ein buntes Bürgerfest. In der Fußgängerzone informierten Vereine, Verbände, Schulen und diverse Organisationen über Flüchtlinge, Demokratie und Toleranz. Der Bopparder Juso-Vorsitzende Umut Kurt hierzu: „Es war in der Tat ein Tag der Demokratie. Ich bin froh, dass die Anzahl derer, die nicht auf die plumpen Antworten der Neonazis reingefallen sind, geringer war, als die der weltoffenen Rheinländer. Komplexe Sachverhalte erfordern komplexe Antworten. Stammtisch-Niveau ist keine Alternative. Wir dürfen nicht mit dem Ängsten der Menschen spielen.“ Auch Malu Dreyer hat die Gelegenheit genutzt, offen Stellung zu beziehen. Die beiden Sprecher der Jusos Rhein-Hunsrück Ruth Greb und Lukas Gorges ergänzen: „Es tut gut, wenn unsere Ministerpräsidentin einem Rückenwind gibt. Arbeit gegen Rechts darf keine einmalige Angelegenheit sein. Wir müssen uns 365 Tage im Jahr entschieden dagegen stellen. Wir können stolz auf unsere toleranten Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz...

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Positionspapier Flüchtlinge
Mrz09

Positionspapier Flüchtlinge

Positionspapier: Flüchtlinge    Jusos Boppard Im Rahmen eines ersten Arbeitstreffens haben sich die Jusos Boppard zusammen mit weiteren engagierten Jugendlichen mit dem Thema Asylbewerber in der Stadt Boppard beschäftigt. Hieraus ergaben sich folgende Forderungen an eine gelungene Flüchtlingsarbeit. Eine umfassende Informierung aller Bürgerinnen und Bürger sehen wir als Grundvoraussetzung für eine Willkommenskultur. Bereits vor Ankunft der ersten Asylbewerber müssen die Menschen sensibilisiert und mögliche Vorurteile ausgeräumt werden. Zur Koordination von Ehrenamtlichen, Sachspenden und sonstigen Hilfsangeboten ist es wichtig, ein stadtweites Netzwerk der Flüchtlingsarbeit zu schaffen. Hierzu und zur Gewährleistung professioneller Betreuung in den Unterkünften ist ausreichend hauptamtliches Personal sicherzustellen. Eine Zusammenarbeit der beiden geplanten Unterkünfte halten wir für unabdingbar. Insbesondere in Bad Salzig ist es unbedingt notwendig, einen Ort der Begegnung von Flüchtlingen und Bürgerinnen und Bürgern im Ortskern von Bad Salzig zu schaffen. Durch die ungünstige Lage von Haus Helvetia außerhalb des Ortes braucht es eine Einrichtung, ähnlich dem Café International in Büchenbeuren. Nur durch Begegnung und Kontakt lassen sich mögliche Ängste und Vorurteile abbauen. Die große Zahl an leer stehenden ehemaligen Ladenlokalen sollten hier einige günstige Möglichkeiten bieten. Ohne einen solchen Ort der Begegnung kommt es zwangsläufig zu einer Ghettoisierung, die in jedem Fall vermieden werden muss. Die zentrale Unterbringung von Asylbewerbern in Massenunterkünften birgt immer ein höheres Konfliktpotential als eine dezentrale Unterbringung. Wir fordern, die Belegung der beiden Großunterkünfte in Boppard und Bad Salzig so niedrig wie möglich zu halten und eine möglichst zügige Vermittlung der Bewohner in dezentrale Wohneinheiten voranzutreiben. Insbesondere für die Bewohner der Unterkunft in Bad Salzig sehen wir die Notwendigkeit, Mobilität in die Kernstadt zu gewährleisten (z.B. Sprachkurse, Behördengänge, Arztbesuche). Hierzu sollten Bus- bzw. Zugtickets durch die Stadt Boppard bereitgestellt werden. Die Stadt Boppard soll dafür Sorge tragen, dass Kinder und Jugendliche möglichst schnell Kindergärten und Schulen besuchen können. Der Besuch dieser Einrichtungen ist ein wichtiger Baustein zur Integration von Kindern und Jugendlichen. Darüber hinaus ist eine zusätzliche Sprachförderung zu gewährleisten. Alle Asylbewerber müssen die Möglichkeit haben, einen Sprachkurs zu besuchen. Viele Flüchtlinge wollen Kontakt mit den Menschen in ihrer Heimat halten. Hierzu ist es wichtig, genügend PCs mit Internetzugang in den Unterkünften zur Verfügung zu stellen. Die Asylbewerber suchen nach sinnvollen Freizeitmöglichkeiten. Wir erwarten, dass die Stadt Boppard Kooperationen mit Vereinen und sonstigen Einrichtungen im Sinne einer gelingenden Integration bestmöglich unterstützt. Allen Asylbewerbern soll eine sinnvolle Beschäftigung angeboten werden. Anerkannte Asylbewerber sollen eine Berufsberatung sowie Hilfe bei der Aufnahme einer regulären Beschäftigung...

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„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“
Feb08

„Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“

Jusos diskutierten mit Roger Lewentz und Michael Hartmann Boppard. Die Jungsozialisten im Rhein-Hunsrück-Kreis veranstalteten am vergangenen Dienstag eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Nazi-Terror in Deutschland – Welche Lehren ziehen wir aus den NSU-Morden?“ Mit 60 Gästen war die Veranstaltung im Kleinen Saal der Stadthalle Boppard gut besucht. Als Gesprächspartner haben sich Michael Hartmann als innenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Innenminister Roger Lewentz Zeit genommen. Michael Hartmann erläuterte dem Publikum, wie die Aufarbeitungsarbeit der Untersuchungsausschuss geleistet hat und zu welchem Ergebnis dieser gekommen sei. Er betonte, dass sich dieser Untersuchungsausschuss, deren Vorsitzender der SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy war, über Parteigrenzen hinweg und ohne Eigeninteresse die Geschehnisse geprüft hatte. Roger Lewentz stellte seine Sichtweise insbesondere um die Berichterstattung über die Rolle der Behörden dar und schilderte die Arbeit der Polizei und des Verfassungsschutzes. Da im Zuge der Spionage-Affäre die Geheimdienste weiterhin in der Kritik stünden, schilderten beide die Kontrollmechanismen (wie zum Beispiel das Parlamentarische Kontrollgremium des Deutschen Bundestages). Beide sprachen sich für eine bessere Präventionsarbeit aus und verteidigten das NPD-Verbotsverfahren, was das Publikum mit Applaus bedachte. „Die Fragen aus dem Publikum zeigten, dass das Thema weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit steht. Jede und jeder ist gefordert, für unsere Demokratie zu kämpfen“, sagten Ruth Greb und Radoslaw Müller, die Vorsitzenden der Jusos Rhein-Hunsrück im Anschluss an die Veranstaltung. Sowohl Lewentz als auch Hartmann riefen mit einem leidenschaftlichen Schlussplädoyer zu mehr Wachsamkeit und Engagement auf. Letzterer zitierte völlig zu Recht Bertold Brecht: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“ Update #1: Präventive Arbeit leistet auch das Jugendzentrum Sohren. Es veranstaltet im April eine viertägige Jugendbildungsreise zum NS-Ausbildungslager Vogelsang. Um diese Reise zu unterstützen, sammelten der Kreisverband im Rahmen der Veranstaltung Spenden. Insgesamt kamen so 100 Euro zusammen. Update #2: Die Rhein-Hunsrück-Zeitung berichtete in Ihrer Ausgabe vom Donnerstag, den 06. Febuar 2014, über unsere...

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Gemeinsame Erklärung: Toleranz vor Ausgrenzung!
Feb04

Gemeinsame Erklärung: Toleranz vor Ausgrenzung!

Die Jusos, die JuLis und die Junge Union im Rhein-Hunsrück-Kreis sowie die Grüne Jugend in Boppard zeigen sich erschüttert über die Details, die zunehmend um den Fall der Zwickauer Nazis aufgedeckt werden. Die rechtsextremen Gewaltverbrechen und Morde des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ erschüttern die Jugendlichen der Verbände zutiefst. Mit Betroffenheit nahmen die Kreisverbände und der Ortsverband zudem die Nachricht auf, dass sich sowohl die Adresse des SPD Bürgerbüros in Simmern als auch die private Adresse von Hans-Josef Bracht, dem CDU-Abgeordneten, in den Datensätzen der Zwickauer Nazis befänden. Als Demokraten sehen es Jusos, JuLis, Junge Union und Grüne Jugend als Pflicht an, gemeinsam Flagge gegen Rassismus und Extremismus und für Demokratie und Courage zu zeigen. Die Jugendverbände erklären, dass es beim Thema Rassismus und Extremismus keine mehrdeutigen Meinungen geben darf. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ (GG, Art. 1). Hierfür treten wir auch weiterhin gemeinsam und vor allem geschlossen ein! Anmerkung 1: Diese gemeinsame Erklärung stammt vom 27. November 2011. Anmerkung 2: Das Beitragsbild stammt von André Karwath. Die Datei wurde unter der Lizenz CC-by-sa 2.5 veröffentlicht (Quelle der Datei:...

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Naziterror in Deutschland
Jan29

Naziterror in Deutschland

Am 04. Februar veranstalten wir Jusos Rhein-Hunsrück eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Naziterror in Deutschland – Welche lehrern ziehen wir aus den NSU-Morden?“ Wir möchten zusammen mit unserem Innenminister Roger Lewentz und dem Innenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion Michael Hartmann herausfinden, welche Lehren wir aus den Geschehnissen ziehen können. Wir möchten mit dieser Veranstaltung veranschaulichen, welchen Wert unsere Demokratie hat und wieso es sich lohnt, dafür zu kämpfen.  Kommt vorbei und diskutiert mit! Wir freuen uns auf Euch! Wann: 04.02.2014, 19:00 Uhr Wo: Kleiner Saal, Stadthalle...

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